Chronologie
| 1965: | Das HSG wird gegründet, der erste Unterricht findet statt |
| 1974: | Erstes Abitur am HSG. Der Verein „Freunde des Hermann-Staudinger-Gymnasiums Erlenbach am Main“ wird als Ehemaligenverein gegründet |
| 1980: | Erster Jahresbrief (damals noch als Papierdruck) |
| 2012: | Umwandlung des Vereins in einen gemeinnützigen e.V. |
| 2018: | Größte Einzelförderung des Vereins (Beteiligung am Konzertflügel) |
| 2020: | Umstellung des Jahresbriefs auf eMail |
Gründungsaufruf, verlesen von Hans-Otto Berninger am 21.6.1974
Verehrte Damen und Herren!
Mit dieser Erklärung rufen die ersten Abiturienten des Hermann-Staudinger-Gymnasiums zur Gründung einer Vereinigung der Freunde des Hermann-Staudinger-Gymnasiums Erlenbach am Main auf.
Ziel dieser Vereinigung soll es zunächst einmal sein, Kontakte zwischen den ehemaligen Schülern und Lehrern zu erleichtern und eine Verbindung zur Schule aufrechtzuerhalten. Später, wenn wir die finanzielle Durststrecke unseres Studiums durchgestanden haben und im Berufsleben stehen, werden sich für die Vereinigung weitere Aufgabenbereiche ergeben. Dabei denken wir etwa an eine Mithilfe bei der Ausgestaltung des Schullebens und an eine Förderung besonderer und außergewöhnlicher Interessen und Begabungen. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg, auf dem wir auf Unterstützung angewiesen sind.
Deshalb bitten wir die Lehrer, die Mitglieder des Elternbeirats und auch Sie, verehrte Frau Doktor Staudinger, der Vereinigung der Freunde des Hermann-Staudinger-Gymnasiums Erlenbach am Main beizutreten. Vielen Dank.
Gründung der Vereinigung 1974
Als 1974 die Entlassung der ersten Abiturienten des Hermann-Staudinger-Gymnasiums herannahte, tauchte die Frage auf, ob diese nicht verpflichtet wären, als erste in einer langen Kette eine Tradition zu begründen. Mit der Bildung eines Vereins taten sich viele der unter den Spätfolgen der 68er-Ereignisse leidenden Absolventen schwer. Dennoch – und das ist ihnen hoch anzurechnen – stellten sie sich tapfer in die Verantwortung. Unter wohlwollender Förderung durch Direktor Alfred Stapf begannen die SMV-Aktivisten Otto Mück, Hans-Otto Berninger und Doris Zahnleiter zusammen mit mir (ich war damals Vertrauenslehrer) in einem sog. Gründungsausschuß erste Einzelheiten auszubaldowern. Nachdem mit „Freunde des Hermann-Staudinger-Gymnasiums“ ein konsensfähiger Name gefunden war, konnte Otto Mück in seiner Abitur-Rede mit dem damals populären Fernseh-Slogan „Mit 5 Mark sind Sie dabei!“ für die noch nicht gegründete Vereinigung werben. Die offizielle Gründung erfolgte im Beisein von Frau Dr. Magda Staudinger auf dem Abiturball am 21.6.1974, auf dem Walter Lang eine gefühlvolle „Damenrede“ hielt. Hans-Otto Berninger verlas einen Gründungsaufruf und auf dessen Rückseite trugen sich noch an diesem Abend die ersten Mitglieder ein. Es waren dies Magda Staudinger, Alfred Stapf, Werner Dietrich (damals Elternbeiratsvorsitzender), Alois Kirchgäßner (1. Bürgermeister der Stadt Erlenbach), Guido Heß (Vertreter der Glanzstoff-AKZO), Dietmar Andre, Hans-Otto Berninger und Otto Mück, gefolgt von allen Abiturienten des ersten Jahrgangs. Da noch 20 Lehrer dazukamen, hatte die Vereinigung am ersten Tag 64 Mitglieder. Als Erstausstattung gab es von der Stadt Erlenbach 150,- DM.
Nun mußte der Verein aber noch ordentlich gegründet werden. Zu diesem Zweck wurde nach langen Vorarbeiten am 1.3.1975 die erste Mitgliederversammlung in das Nebenzimmer der „Fränkischen Weinstube“ einberufen. Hier verabschiedeten 19 Mitglieder eine Satzung und sie wählten die erste Vorstandschaft: Dietmar Andre (1. Vors.), Otto Mück (2. Vors.), Hans-Otto Berninger (Kassenwart), Karola Schröder (Schriftführerin), Doris Zahnleiter, Werner Sack und Eckart Reichert (Beisitzer). Mit leichten Veränderungen blieb die Vorstandschaft so bis zum 23.12.1985, als Walter Lang den Vorsitz übernahm.
Auch das Vereinsleben bekam langsam Konturen: Seit 1975 gab es ein Weihnachtstreffen und man traf sich oft samstags beim Volleyball. Der erste Wanderpokal wurde aber erst am 20.12.1980 herausgespielt. Die Mitteilungen an die Mitglieder erfolgten durch Rundbrief: Auf den ersten im Dezember 1974 folgten noch 13 weitere, bis dieses Kommunikationsmittel seit 1980 durch die weihnachtlichen „Jahresbriefe“ abgelöst wurde. Viele andere Neuerungen folgten; leider ging aber auch die Tradition verloren, nach der die jeweiligen Abiturienten durch ihre Vorgänger bei einem guten Schoppen intensiv beraten wurden.
Dietmar Andre, ca. 2003